#31 - Wenn KI dein Pferd kennt – Marco Rohns von ManeMap über Milo

Shownotes

Ich spreche mit Marco Rohns über ManeMap und den KI-Begleiter Milo. Wie verbindet die App Pferdedaten, Training und Wetter zu Alltagstipps? Und wo muss KI an Fachleute abgeben? Wir schauen auf Funktionen, Wissensquellen, Sicherheitsgrenzen und Vertrauen.

Timestamps

00:00 – Intro und Vorstellung von Marco Rohns 03:03 – Wie aus Fragen zum ersten Pferd ManeMap entstand 05:43 – Marcos IT- und KI-Hintergrund 07:50 – Pferdeprofil, Kalender, Training und Finanzen in der App 09:31 – Milo verbindet individuelle Daten für Alltagstipps 12:49 – Datenbasis, Kontext und technische Umsetzung 15:36 – Sicherheitsgrenzen und der Verweis an Fachleute 17:28 – Fachwissen, Quellen und Prüfung durch Tierärzte 19:57 – Skepsis gegenüber KI und die Rolle von Transparenz 27:25 – Tägliche Tipps, künftige Funktionen und App-Zugang

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00:00:30: Hendrik Klein: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom KI-Tüpfelchen-Podcast. Und es ist schon relativ lange her, dass ich eine Interview-Folge hatte. In den letzten Folgen habe ich immer so Monologe gehalten und euch abgedatet, was bei uns gerade mit KI passiert und wie wir das einsetzen. Aber ich habe heute tatsächlich wieder einen Interviewgast und da freue ich mich ganz besonders drauf.

00:00:54: Hendrik Klein: Ich habe den lieben Marco hier bei Zoom vor mir sitzen. Ich kann ihn sehen, ihr könnt ihn gleich nur hören. Hallo Marco, stell dich selber kurz vor, dann brauche ich das nicht machen.

00:01:05: Marco Rohns: Ja, sehr gerne. Ich freue mich auch sehr gerne dabei zu sein. Also ich bin Marco, Gründer von ManeMap, einer Pferde-App, die natürlich auch KI-bezogen ist und daher habe ich das Vergnügen, heute mit dabei zu sein.

00:01:23: Hendrik Klein: Ganz genau. Du hast den Namen gerade schon genannt. ManeMap. Und du hast auch gesagt, dass es eine App ist.

00:01:30: Hendrik Klein: Und da erst mal für euch die Einordnung. Oder ich will euch da mal so ein bisschen meine Sicht teilen. Ich habe das Gefühl, dass es in letzter Zeit sehr, sehr viele, nicht nur Apps, aber auch Anwendungen, Möglichkeiten, Oberflächen, Plattformen aus dem Boden gestampft werden. Kann man tatsächlich so sagen.

00:01:51: Hendrik Klein: Viele davon sind toll, viele davon sind gut, viele davon, sag ich ganz ehrlich, sind aber auch nur halbherzig gemacht. Und die Tatsache, dass Marco heute hier im Podcast ist, heißt schon mal, dass hinterm ManeMap ein ganz anderes Kaliber steckt, also eine richtig tolle App, ich habe mir die angeguckt und da können wir auch gleich ein bisschen drüber reden. Heute mit KI-Unterstützung mal so eine Oberfläche auf dem Display zaubern ist nicht mehr die Kunst, aber was nachher dahinter steckt, so ein Ding mit Sicherheit stabil laufen zu lassen auf allen Geräten ohne Fehler, das ist wieder eine ganz andere Hausnummer. Aber erzähl doch mal ein bisschen mehr über ManeMap, über die Entstehung, wie es dazu gekommen ist und vor allem auch, was mich interessiert, der Name ManeMap.

00:02:38: Marco Rohns: Stimmt, das ist, glaube ich, ein guter Punkt. Ich glaube, beim ersten Hören des Namens erkennt man nicht immer direkt, was es tatsächlich ist. Also es ist tatsächlich im Endeffekt im Englischen, also von der Mähne des Pferdes und ein Map quasi als Guide, die dich halt guiden soll in der Pferdewelt.

00:03:02: Marco Rohns: Wir sind tatsächlich darauf gekommen vor circa zwei, drei Jahren, also hatten wir uns unser eigenes Pferd zugelegt, beziehungsweise meine Frau. Sie ist, wie man so schön nennt, ein Pferdekind. Sie ist mit Pferden einfach aufgewachsen, reitet schon seit Kindesalter, aber tatsächlich noch nie wirklich das eigene Pferd. Da haben wir uns, wie gesagt, vor zwei, drei Jahren kennengelernt.

00:03:35: Marco Rohns: Das war unser erstes eigenes Pferd, und es ist einfach aufgefallen, wie viele Fragen tatsächlich doch neu kommen, wenn man einfach das eigene Pferd hat. Selbst mit einer Erfahrung von 25 Jahren oder länger, die Laura jetzt schon geritten ist, sind tatsächlich selbst ihr viele Fragen aufgekommen. Und da haben wir uns gedacht, gerade wenn man dann halt schaut, was gibt es, was ist gut, was ist schlecht, bekommt man ja unzählig an Antworten.

00:04:11: Marco Rohns: Man weiß dann halt wirklich nie, okay, was ist jetzt natürlich aber jetzt richtig oder gut für mein Pferd. Und dadurch ist dann halt die Idee der Pferde-App entstanden. Es gibt natürlich viel Input, viel bereits auf dem Markt, aber unserer Meinung nach nichts, was Pferdebesitzer beim Wohlbefinden ihres Pferdes wirklich abholt – insbesondere neue Pferdebesitzer.

00:04:41: Marco Rohns: Und da ist mehr oder weniger unser Steckenpferd, also wortwörtlich mehr oder weniger, einfach das Ziel, Leute abzuholen, die jetzt gerade neu starten oder wieder einsteigen, um denen einfach wirklich einen Guide an die Hand zu geben, ist das jetzt gut oder schlecht, grob gesagt, für mein Pferd. Das ist eigentlich das Hauptziel gewesen der App.

00:05:10: Hendrik Klein: Okay, kann ich nachvollziehen. Wenn ich jetzt so an den neuen Pferdebesitzer denke, der würde in meinem Auge auch erstmal einen Online-Kurs machen, am besten bei Kernkompetenz Pferd. Da lernt man ja auch sehr, sehr viel über das eigene Pferd. Die Tatsache, dass ihr diese App entwickelt habt, das hast du dir ja nicht dann einfach so gesagt, ach das wäre ja lustig, da steckt ja ein bisschen mehr dahinter.

00:05:36: Hendrik Klein: Bring da einmal ganz kurz Licht ins Dunkel, was dein Hintergrund ist, warum du gesagt hast, lass uns eine App daraus machen.

00:05:42: Marco Rohns: Ja, tatsächlich. Also ich komme mehr oder weniger aus dem IT-KI-Bereich und wir haben mehr oder weniger gedacht, die zwei Welten irgendwie zusammenzubringen, weil klar, eine Sache ist die App an sich, die verschiedene Features hat. Auf der anderen Seite ist natürlich eine KI-Integration dahinter, die wir dann zusammengestellt haben, weil wir gedacht haben, okay, es gibt jetzt mittlerweile die Option, KIs zu erstellen, die User helfen können, gerade jetzt bei den initiellen Punkten oder diesen alltäglichen Fragen, alltäglichen Sorgen.

00:06:29: Marco Rohns: zu unterstützen. Und dadurch, dass wir die eigene Erfahrung hatten, mit dem eigenen Pferd doch so viele Fragen zu haben und nicht immer genau zu wissen, ist das jetzt richtig oder ist das jetzt falsch und meine Expertise durch die IT und der KI, sind wir dann auf die Idee gekommen, eine App zu erstellen. Ich bin jetzt so an sich kein Entwickler, deshalb haben wir uns tatsächlich auch ein Entwickler- oder ein externes Entwicklerteam zugeholt und haben die App mit denen erstellt.

00:07:04: Marco Rohns: Und jetzt entwickeln wir sie natürlich weiterhin mit dem Feedback von den Leuten.

00:07:12: Hendrik Klein: Okay, wunderbar. Damit wir jetzt gleich ein bisschen detaillierter und dann auch für die Zuhörer jetzt verständlicher da reingehen können, um auch die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn du, sagen wir mal, eine Minute dreißig, neunzig Sekunden Zeit hättest jemandem, die… Es wird jetzt keine Challenge, keine Angst, wenn du nachher zwanzig Sekunden länger brauchst, ist auch nicht schlimm. Was kann der Pferdebesitzer in der App machen?

00:07:41: Hendrik Klein: Nehmen wir uns da kurz mal mit. Für jemanden, der das jetzt noch nicht gesehen hat, der die App noch nicht kennt, was kann ich da drin machen?

00:07:49: Marco Rohns: Also zum initialen Start, du würdest tatsächlich ein kurzes Onboarding in der App starten, wo du mehr oder weniger Grundpunkte deines Pferdes angibst. Wie groß, wie schwer, was für eine Rasse, wie alt etc. Dann landest du auf einer Hauptseite mit der KI. Zusätzlich gibt es Info-Hubs, in denen du Artikel zu verschiedenen Themen lesen kannst. Du hast ein Pferdeprofil, wo du alles hinterlegen kannst, also im Sinne von zusätzlich von den Daten, die du jetzt im Onboarding hinterlegt hast. kannst du Gewicht, Termine bei Tierarzt und Hufschmied, Vorerkrankungen et cetera eingeben.

00:08:42: Marco Rohns: Genauso wie Fütterung, also was du jetzt beispielsweise zusätzlich fütterst. Du hast dann einen Kalender, den du füllen kannst. Du hast eine Trainingsseite, das heißt, du hast dann da verschiedene Trainingskategorien, die du ansehen kannst und üben kannst. Und du hast noch eine Finanzseite, wo du dann zusätzlich deine Finanzen tracken kannst.

00:09:08: Marco Rohns: Einige mögen das, andere nicht. Zu sehen, wie viel tatsächlich dein Pferd im Monat oder im Jahr kostet. Du hast dann auch eine Übersicht von einzelnen Pferden oder insgesamt. Das Grundziel ist natürlich, die Daten in der App zu nutzen, die über die Zeit wachsen, wenn mehr Input hinzukommt.

00:09:30: Marco Rohns: Die KI dahinter heißt Milo. Sie ist auf der Hauptseite zu finden und gibt dir tägliche Tipps auf Basis der gesammelten Daten. Das heißt, die kann dann sehen, okay, du hast jetzt die letzten Tage trainiert, sie weiß, wo dein Pferd steht, wie warm oder kalt es ist und was zuletzt passiert ist und gibt dir dann den entsprechenden Tipp. Plus, du kannst natürlich auch mit Milo in dem entsprechenden Sinne reden.

00:10:04: Marco Rohns: Was der große Unterschied auch noch dazu ist, jetzt im Vergleich zu einer normalen generischen KI, dass sie wirklich diese ganzen Infos hat und kann dir dementsprechend dann natürlich ganz anders antworten oder präziser antworten als jetzt eine generische KI. Plus, was uns sehr wichtig war, deswegen auch da nochmal zum Thema Wohlbefinden des Pferdes, ist einfach, wir haben eine Sicherheitsschiene hinter der KI gestellt, damit die wirklich auch, sobald jetzt irgendwelche Anzeichen von typischerweise Koliken oder sonstigen Anzeichen gibt, dass sie sofort reagiert und dich auf den Tierarzt verweist. Also Milo soll ja in dem Sinne überhaupt keinen Tierarzt ersetzen oder sonstige Fachkräfte. Es soll einfach nur da sein, um dich zu unterstützen.

00:10:58: Hendrik Klein: Ich weiß jetzt nicht, ob ich unter eine Minute... Ich habe nicht gestoppt. Es waren, glaube ich, ein bisschen mehr als 90 Sekunden. Aber das war trotzdem wichtig, weil jetzt weiß der Zuhörer auch, worüber wir sprechen.

00:11:10: Hendrik Klein: Hätte ich wahrscheinlich in 90 Sekunden nicht gesagt, hättest du wahrscheinlich jetzt 20 Minuten erzählen können. So haben wir es doch jetzt kurz und knackig bekommen. Und das liefert jetzt schon ziemlich viel Futter für Fragen. Ich habe auch Marco, um euch da auch kurz abzuholen, ich habe Marco zu Beginn gesagt, ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen, ich werde vielleicht auch mal eine kritische Frage stellen, aber das macht hier so eine Podcast-Folge auch aus.

00:11:40: Hendrik Klein: Das fange ich mal an und wenn ich das so höre, das ist für mich ja schon mal so ein bisschen die eierlegende Wollmilchsau. Also eine App, die wirklich alles kann. Und da kommt jetzt rein, dass ja wirklich wahnsinnig viele Wissensdaten mit rein spielen. Auf der anderen Seite die individuellen Pferdedaten, die der Pferdebesitzer ja zu seinem Pferd eingibt.

00:12:08: Hendrik Klein: Und das zusammen bringt ja eine wahnsinnige Datenmenge mit. Und da fängt ja dann auch KI wirklich Sinn zu machen. Muster zu erkennen, analysieren, Zusammenhänge zu erkennen. Jetzt gar nicht von der fachlichen Seite, auch ein bisschen von der technischen Seite.

00:12:25: Hendrik Klein: Wie habt ihr das geschafft, dass Milo, dein KI-Sparringspartner in der App, das alles berücksichtigt, die Zusammenhänge erkennt, auch dann eure Regeln, die Sicherheitsaspekte, die ihr dort unterlegt habt, dass er da den Zusammenhang und wirklich immer entsprechend antworten kann?

00:12:48: Marco Rohns: Ja, das war tatsächlich ein recht etwas längerer Prozess, also wirklich über Monate, wo ich die KI, also im Endeffekt, wir haben das natürlich alles über eine Datenbank über Supabase als Provider. Das ist auch ein Host, der in Frankfurt ist. Also das heißt, die Daten sind da soweit auch sicher in Deutschland oder in Europa und gehen jetzt nicht irgendwie an die USA oder Sonstige. Es wird dann natürlich auch jetzt nicht über die KI trainiert.

00:13:23: Marco Rohns: Wir haben über Monate die KI so weit trainiert und so weit aufgesetzt, dass sie die Daten über Supabase über verschiedene Kästchen trainiert, dass sie weiß, ich muss von Kasten A, Kasten B und Kasten C mir quasi das zusammennehmen und daraus dann entsprechend eine Antwort geben. Dadurch berücksichtigt sie dann natürlich die Daten von dem User, die Knowledge Base, die wir der KI zusätzlich antrainiert haben, dass die halt jetzt nicht irgendwie aus dem Netz irgendwelche random Daten nimmt, sondern wirklich über Pferdemedizin, über Training etc. Datenpunkte hat, plus natürlich die Sicherheitsdaten, die wir ebenfalls haben. Und die zieht sich dann quasi daraus, diese Daten, und gibt dann eine entsprechende Antwort.

00:14:29: Hendrik Klein: Ich hab das vorweg auch mal ein bisschen getestet. Mein Testpferd im ManeMap hieß Uschi und ich hab Milo dann auch ein bisschen, ich sag mal, gestresstestet. Ich habe Fragen gestellt und das, was du eben gesagt hast, dieses Sicherheitsnetz, das hat auf jeden Fall funktioniert bei vielen Fragen, die ich gestellt habe. Ich habe dann auch versucht, mit meinem bescheidenen Wissen auch mal Antworten rauszukitzeln, die es besser nicht geben sollte.

00:15:09: Hendrik Klein: Das funktioniert, also da schon mal ein Kompliment. Ich habe ihm da nichts entlocken können. Auf der einen Seite ist das gut, auf der anderen Seite fragt man sich, wie muss dieses Sicherheitsnetz funktionieren, dass es nicht eigentlich bei jeder Frage sagt, oh sorry, da kann ich dir nichts zu sagen, da hol dir lieber den Experten. Wo ist da die Waagschale, wie habt ihr das geregelt?

00:15:35: Marco Rohns: Das ist tatsächlich ein guter Punkt. Damit habe ich tatsächlich auch lange zu tun gehabt. Gerade diese Schiene zwischen, ich kann noch eine Antwort geben oder ich gebe nur halt sofort ein Alarm-Trigger. Es sind natürlich gewisse Stichwörter, die diesen Alarm triggern sollen, aber ich habe eben wirklich versucht, über Monate immer wieder verschiedene Beispiele, immer wieder verschiedene Versuche, auch mit verschiedenen Test-Usern, die verschiedene in jeglicher Art und Weise Fragen gestellt haben.

00:16:16: Marco Rohns: Weil nur, dass beispielsweise jetzt das Wort Kolik mit auftaucht, wenn jemand fragt, was bedeutet Kolik, soll natürlich jetzt kein Warnzeichen aufkommen. Da haben wir tatsächlich einfach über Monate und User-Input und immer wieder mit der KI selber oder auch mit verschiedenen KIs so wie du selbst einfach kontinuierlich verschiedene Prozesse durchgespielt mit zig Milliarden an Fragen und an Möglichkeiten und Variablen, die wir dann halt über die Zeit jetzt aufgebaut haben.

00:16:51: Hendrik Klein: Und das Fachwissen, also das merkt man, das ist da tatsächlich ein Kompliment, das ist gelungen. Das ganze Wissen, was jetzt dahinter steckt, natürlich bin ich im Pferdebereich vorbelastet, ich habe auch ein kleines bisschen Ahnung, aber jetzt weiß die App ja schon wahnsinnig viel. Wo kommt das alles her? Ist das aufbereitetes Internetwissen?

00:17:21: Hendrik Klein: Sind das Bücher, die ihr da reingespielt habt? Wo kommt das her?

00:17:27: Marco Rohns: Es ist tatsächlich ein Mix, sagen wir es so. Es ist natürlich einiges an Input, was wir generell aus dem Internet haben. Wir haben aber auch vieles aus verschiedenen Fachbüchern. Und was uns sehr viel wertvoll war, ist, dass wir auch verschiedenes Fachwissen von Tierärzten bekommen haben.

00:17:51: Marco Rohns: Das heißt, wir haben da einmal das Fachwissen bekommen, plus wir haben das Ganze auch mit Tierärzten gegengeprüft. Das heißt, die haben auch immer wieder verschiedene Fragen gestellt, reingeschaut. Ist das soweit richtig, was die KI tatsächlich da ausspielt? Sind diese Datenbanken korrekt?

00:18:11: Marco Rohns: Das ist also kein beliebiges Wissen aus dem Internet. Wir haben versucht, gezielt Fachwissen einzubringen, dass die KI tatsächlich auch vernünftige und richtige Antworten gibt.

00:18:31: Hendrik Klein: Das sehen wir auch. Bei Kernkompetenz Pferd haben wir auch eigentlich zu jedem Online-Kurs oder zu jedem Kurswissen, was wir haben, eine begleitende künstliche Intelligenz, ein Chatbot, auf Basis der Kursinhalte trainiert worden ist, also nicht mit random Internetwissen, sondern nur auf Basis von acht Jahren Online-Kurs und keine Ahnung wie viele hundert Stunden Fragerunden. Das ist natürlich nicht so eine interaktive Lösung, wie ihr sie habt.

00:19:00: Hendrik Klein: Es ist mehr oder weniger dein KI-Nachschlagewerk zu fragen. Das ist aber wahnsinnig wichtig, finde ich, um auch das Vertrauen der Nutzer irgendwo zu bekommen. Und das ist bei mir, das Gefühl habe ich, das haben wir im Vorgespräch auch schon einmal ganz kurz angeteasert, das ist im Zeitalter von KI sicherlich ein Punkt, dass Menschen gegenüber KI oft skeptisch sind. Meiner Ansicht nach, wenn man es nicht versteht, wenn man sich selbst nicht erklären kann, wie etwas funktioniert, das soll jetzt gar kein Vorwurf sein oder irgendwo abwertend gemeint sein, wenn man irgendwas nicht versteht, dann ist man erst mal skeptisch.

00:19:41: Hendrik Klein: Und diese Skepsis, die merke ich momentan sehr stark, wenn es um das Thema KI geht, immer sehr, sehr vorsichtig. Und wie ist das bei euch? Merkt ihr da irgendwas?

00:19:56: Marco Rohns: Also doch schon, auf jeden Fall. Es ist tatsächlich so, gerade bei mir selber, dadurch, dass ich halt so in dieser KI-Bubble bin, mehr oder weniger etwas seit Jahren, habe ich natürlich eine ganz andere Ansicht als jetzt beispielsweise meine Frau Laura, die halt jetzt nicht so viel damit zu tun hat. merke ich das teilweise bei ihr selber auch, wo dann auch teilweise mal kritisch nachgefragt wird oder halt eine andere Perspektive. Aber auch gerade bei vielen neuen User ist es tatsächlich aufgefallen, dass erst mal so, okay KI, ist das jetzt richtig?

00:20:37: Marco Rohns: Ist das jetzt was für mich? Kann ich jetzt vertrauen? Es ist uns definitiv aufgefallen, auch online, dass KI erst einmal abschrecken kann. Wir versuchen das Ganze natürlich zu präsentieren, einfach damit die Leute oder die User oder auch die Zuhörer einfach merken, dass es natürlich viele verschiedene Optionen gibt.

00:21:13: Marco Rohns: Man muss ja natürlich einfach nur schauen, okay, was ist das Richtige für mich, was hat tatsächlich einen guten und positiven Hintergrund. Gerade so wie du auch meintest, dass jetzt nicht einfach random aus dem Internet irgendwas rausgezogen wird, sondern fachlich überprüft wird und das versuchen wir einfach zu vermitteln. Das ist wirklich das, was die User abholt und auch hinterfragt und verifiziert wurde. Ich glaube, das muss man einfach Stück für Stück einfach heranführen.

00:21:44: Hendrik Klein: Und ich glaube da ist die Transparenz auch wichtig und das ist bei euch das ist ja so, ihr sagt ManeMap arbeitet mit KI, Milo ist dein KI Assistent oder deine KI Unterstützung. Es gibt sicherlich andere die machen was ähnliches und sagen gar nicht, dass da eine KI hinter steckt. Deswegen, das finde ich immer ganz, ganz wichtig, diese Transparenz. Das fördert eher das Vertrauen, als dass es das verstört oder beschädigt.

00:22:15: Hendrik Klein: Weil das ist ja, das merken wir auch. Das merken wir bei allem, was wir machen. An Wissen scheitert es ja heutzutage gar nicht mehr. Wissen ist nichts mehr Exklusives.

00:22:25: Hendrik Klein: Wissen ist überall. Früher konnte man irgendwo was nachlesen. Irgendwann konnte man dazu dann anfangen zu googeln. Heute ist man ganz schnell bei ChatGPT und dann kommt alles zusammen.

00:22:38: Hendrik Klein: Ich habe mal im Podcast das gehört, im Buch habe ich das gelesen, dann mein Stallkollege erzählt mir das. Das ist ja die Einordnung, also die Bewertung. Wem glaube ich? Was stimmt jetzt?

00:22:52: Hendrik Klein: Das ist heutzutage die Schwierigkeit. Und gerade wenn die Zielgruppe, ich sag mal, neue Pferdebesitzer sind, die ja unerfahren sind, denen fällt das besonders schwer, diese Einordnung. Und da finde ich wichtig und richtig, dass ihr sagt, wir wollen weder den Tierarzt noch den Therapeuten noch den Trainer ersetzen. Wir wollen letztendlich die Unterstützung in der Hosentasche sein.

00:23:23: Hendrik Klein: die rund um die Uhr erreichbar ist und halt nicht nur einmal die Woche wenn ich meine Stunde Training habe oder einmal im Monat wenn ich vielleicht meinen Tierarzt sehe und den Besitzer dann dahingehend unterstützen. Das bringt mich zu einem Punkt, da würde mich interessieren, wie ihr das seht oder was auch die Erfahrung da zeigt. Die Effektivität oder der Mehrwert entsteht immer durch das Tun, durch das Umsetzen, durch das Nutzen. Bei euren Nutzern, das könnt ihr ja im Backend sehen, wie wird das genutzt?

00:24:06: Hendrik Klein: Wird das täglich genutzt? Wird das einmal wöchentlich genutzt? Was sind so eure Erfahrungswerte? Wird das dann genutzt?

00:24:14: Hendrik Klein: Wird das mehr? Wird das weniger? Das würde mich interessieren.

00:24:20: Marco Rohns: Es ist tatsächlich schon recht unterschiedlich. Wir haben mehr oder weniger verschiedene Kategorien an User. Es ist wahrscheinlich bei vielen anderen Sachen, wo Leute das Ganze dann wirklich täglich benutzen und immer wieder reinschauen und immer wieder probieren und immer wieder Fragen stellen. Bei anderen ist es eher so, dass sie die App öffnen, nachdem eine Mitteilung kommt oder es etwas Neues gibt.

00:24:57: Marco Rohns: Bei anderen ist es ein bisschen anders. Ich würde sagen, wir versuchen schon da zu sehen, wo auch die Tendenz hingeht, einfach von dem User her, was den Mehrwert bringt. Im Endeffekt sind die App und die KI lebendige Elemente. Wir versuchen, uns an die Nutzer anzupassen, also im Sinne von, wenn die User bestimmte Features oder bestimmte Ansichten benötigen oder benutzen, versuchen wir das natürlich in dem Sinne zu verbessern.

00:25:42: Hendrik Klein: Habt ihr da die Möglichkeit, das hast du gerade gesagt, auch mit Push-Nachrichten zu arbeiten, weil das ist glaube ich auch wichtig, die Leute oder die Nutzer, das ist in dieser schnelllebigen Zeit von heute, kurze Aufmerksamkeitsspanne, es ist ja wahnsinnig wichtig auch einfach immer wieder die Erinnerung zu bekommen. Und da macht meiner Ansicht nach ja auch dieses Zusammenspiel aus Wissen, aus individuellen Daten und aus KI besonders viel Sinn, weil Frage, ich formuliere das jetzt mal als Frage, ist das bei euch so implementiert, dass die KI oder das Milo, das Milo, wir hatten mal einen Kindergartenfreund der hieß Auch gleich geschrieben, aber der hieß Milo deswegen. Ja ja.

00:26:31: Hendrik Klein: Milo. Das er dann sieht und da war letzte Woche keine Ahnung irgendwas oder hat der Nutzer gesagt XY. Dann stand heute ein Training an, weil der Terminplan ist ja auch da, dann stand heute Training an, morgen oder vorgestern Bodenarbeit, davor der Tag Pausetag, sodass dann Milo heute sagt, hey, hallo, Sandra, deinem Pferd Aragon, wie geht's heute, was passiert heute, wie ist der Stand nach letzter Woche, dass das auch tatsächlich so interaktiv ineinander greift.

00:27:13: Marco Rohns: Ja, genau. Also ungefähr. Im Endeffekt haben wir beispielsweise dafür die Homepage mit dem Milo-Tipp. Das soll es mehr oder weniger darstellen.

00:27:24: Marco Rohns: Also es soll die Daten von den letzten Tagen aufgreifen und daraus dann dementsprechend eine Antwort geben. So wie du gerade sagtest. Er hat gesehen, dass du jetzt die letzten Tage trainiert hast oder dass eine Impfung ansteht. dass das Wetter sich ändert und daraus entsprechend erstellt er einen Tipp für den Tag.

00:27:50: Marco Rohns: Das heißt, du kannst dann beispielsweise sehen, okay, für heute sollte ich lieber Bodenarbeit machen oder vielleicht noch was Zusatzfutter geben oder Dadurch, dass man beispielsweise eine Impfung hatte, dass man heute dann lieber ruhiger trainiert oder was anderes macht. Das spielt ja alles mit rein und gibt dir dann dementsprechend den Tipp. Zusätzlich zum Tipp, wenn man draufklickt, hat man eine Option mehr dazu zu öffnen, wo er dann einmal mehr im Detail erklärt, warum er dir diesen Tipp gibt. Und du kannst dann auch, es gibt schon vorgefertigte Fragen, die du dementsprechend wegen diesen Tipp auch fragen kannst.

00:28:41: Marco Rohns: Oder du kannst natürlich auch so fragen. damit du einfach verstehst, warum gibt er mir überhaupt jetzt diesen Tipp? Ist das jetzt richtig? Soll ich das jetzt machen oder kann ich lieber was anderes machen?

00:28:54: Marco Rohns: Das soll einfach dieser Tipp oder dieser an die Hand nehmen sein im Sinne von, okay, was kann ich heute mit ihm machen? Worauf soll ich achten? Damit man einfach besser weiß oder verstehen kann, okay, worauf soll ich jetzt vielleicht heute achten?

00:29:14: Hendrik Klein: Okay, ja spannend. Das ist, glaube ich, ein wichtiges Feature, einfach die Umsetzung und die Interaktion hochzuhalten, weil ein System oder jedes System oder jedes Tool funktioniert nur, wenn ich es nutze. Und das ist sicherlich für so eine App auch wahnsinnig entscheidend.

00:29:35: Marco Rohns: Definitiv. Also die Notifications machen da in dem Fall natürlich schon viel aus. Wir haben es mehr oder weniger auch einfach von der eigenen Erfahrung her. Wenn man ja selber weiß, man ist viel beschäftigt, man hat ein schnelllebiges Leben.

00:29:51: Marco Rohns: Wenn man tatsächlich solche Notifications einfach bekommt, ist dann die Tendenz, die App tatsächlich dann zu öffnen, doch höher, als wenn man jetzt gar nichts bekommt. Genau. Was tatsächlich auch noch interessant sein wird, ist, wir arbeiten tatsächlich daran, ein neues Feature mit einzubringen, gerade wenn man jetzt das Onboarding durchgeht, dass man seinen Pferdepass zusätzlich hochladen kann.

00:30:20: Marco Rohns: Das heißt, dass die KI direkt von vornherein deutlich mehr Daten hat. gerade insbesondere auch was die ganzen Impfungen und Medizinakte angeht, die dann natürlich auch im Profil gespeichert wird. Was im Endeffekt ja auch helfen soll, A, dass man quasi eine digitale Akte hat, aber auch beispielsweise einfach für den Tierarzt. Wenn er kommt, dann kannst du ihm das zeigen und sagen, okay, hier, das ist alles, was gemacht wurde, weil die meisten haben wahrscheinlich nicht die Mappe oder den Ordner mit dabei, wenn der Tierarzt kommt, oder ihm zu zeigen, okay, was wurde jetzt die letzten Wochen gemacht oder was

00:31:02: Marco Rohns: ist passiert oder hat er irgendwas, irgendwelche Auffälligkeiten gehabt. die man in dem Endeffekt speichern kann. Und wie gesagt, einfach diese tägliche Unterstützung soll es im Endeffekt sein.

00:31:15: Hendrik Klein: Okay, wichtig und richtig. Cool, also das ist, ich sehe schon, da steckt mehr als mal, ich habe Bock auf eine App oder lass uns daraus eine App bauen, dahinter, da steckt schon wirklich viel Denke und auch wirklich gute Umsetzung dahinter. Mir würden noch ein paar andere Fragen reinfallen, aber ich glaube für den ersten Schritt war das schon mal für den Zuhörer da draußen eine gute Einordnung. Sag uns noch kurz, wo wir ManeMap finden, welche Möglichkeiten es da gibt, wie ich da rankomme.

00:31:52: Marco Rohns: Sehr gerne. Also natürlich gerne auf unserer Landingpage ManeMap.app oder einfach bei Google eingeben ManeMap oder natürlich in den App-Stores. Also wir sind jeweils bei Android sowie beim Apple Store einfach unter ManeMap zu finden.

00:32:16: Marco Rohns: Dort könnt ihr die App herunterladen. Man kann sie die ersten sieben Tage lang kostenfrei testen. Und dann haben wir da verschiedene Abo-Modelle.

00:32:31: Marco Rohns: Was uns da vielleicht auch nochmal ein kleiner Zusatzpunkt wichtig war, ist, dass man die App tatsächlich vollumfänglich einfach testen kann. Erstmal. Das heißt, man kann kostenfrei die ersten sieben Tage vollumfänglich testen und dann kann jeder entscheiden, ob das jetzt was für mich ist oder nicht.

00:32:52: Hendrik Klein: Okay, cool. Das ist schon mal ein tolles Angebot. Das ist auch nicht mehr selbstverständlich. Ja, also wie gesagt, ich habe noch ein paar Fragen im Kopf, aber lasst uns dazu entweder mal noch eine Folge machen.

00:33:06: Hendrik Klein: Gerne, gerne. Nachgangsbesprechen, vielleicht sind das auch doofe Fragen. Ich habe mal gehört, doofe Fragen gibt es gar nicht. Genau.

00:33:14: Hendrik Klein: Und ja, damit bedanke ich mich für den Talk heute, für das Gespräch mit dir, Marco, und ManeMap. Ich verlinke das Ganze auch nochmal dann in der Beschreibung und in den Shownotes. Da findet ihr dann den Link. Und ja, damit sage ich vielen Dank, Marco.

00:33:32: Hendrik Klein: Danke dir. Ciao.

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