#25 - Was ist dein Pferd wirklich wert?

Shownotes

Dein Pferd ist unbezahlbar? Emotional bestimmt. Aber was sagt der Markt? Alina ist Agrarwissenschaftlerin, Sachverständige für Pferde und Gründerin von Equiprice Pro. Sie hat ein Machine-Learning-Tool entwickelt, das auf Basis von über 62.000 Pferden eine transparente Marktwerteinschätzung liefert. Wir sprechen über die Technologie dahinter, die ethische Frage der rationalen Bewertung und spielen ein konkretes Beispiel live durch.

Key Takeaways

  1. Equiprice Pro liefert eine datengetriebene Marktwerteinschätzung für Pferde auf Basis eines Machine-Learning-Modells mit über 62.000 Pferden in der Datenbank.
  2. Der automatisierte Report zeigt nicht nur einen Wert, sondern erklärt transparent, welche Merkmale wie stark in die Bewertung einfließen – inklusive Peer-Group-Vergleich.
  3. Das Tool ersetzt keinen emotionalen Wert, sondern liefert eine sachliche Entscheidungshilfe für Versicherungen, Kauf, Verkauf und rechtliche Auseinandersetzungen.
  4. Auch Sachverständige nutzen Equiprice Pro bereits als ergänzendes Werkzeug neben klassischen Bewertungsverfahren wie dem Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren.
  5. Die größte Herausforderung für datengetriebene Bewertung: Junge Pferde mit viel Potenzial, aber ohne nachweisbare Erfolge – hier kauft man immer auch ein Stück Hoffnung mit.

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Hendrik: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom KI-Tüpfelchen Podcast. Ich habe heute wieder eine Interview-Gestin und es ist tatsächlich das erste Mal in 2026, dass wir wieder eine Interview-Folge haben. Deswegen freue ich mich umso mehr, die liebe Alina hier vorstellen zu dürfen. Aber ich will gar nicht zu viel über Alina erzählen. Das darf sie selber machen. Deswegen Alina, wer bist du? Warum machst du was du machst? Stell dich gerne mal vor.

Alina: Ja, danke lieber Hendrik. Erstmal vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut. Ich bin Alina. Ich bin Gründerin von Equiprice Pro. Ich bin außerdem aber auch Agrarwissenschaftlerin, öffentlich bestellt und vereidigte Sachverständige für Pferde, Pferdebesitzerin und wirklich Pferdemensch durch und durch. Und ja, ich glaube, genau dieses Gesamtpaket hat mich dazu geführt, Equiprice zu gründen.

Hendrik: Okay, super. Equipreis Pro. Haben wir den Namen schon mal gehört. Da kommt Equi drin vor für Pferd. Preis, irgendwas hat es mit Preisen zu tun und eine Pro-Version. Hol uns da gerne mal ab und erzähl uns ein bisschen, was dahinter steckt.

Alina: Ja.

Alina: Ja gerne, ich freue mich erstmal, dass der Name auf jeden Fall schon einen kleinen Hinweis gibt. Es geht in der Tat Pferde, es geht Werte. Im Kern geht es darum, Pferde wirklich rein datengetrieben zu bewerten im Sinne von einer Marktwerteinschätzung für Pferde zu geben, die wirklich transparent, datenbasiert und fundiert ist. Und ja, wie bin ich eigentlich darauf gekommen? Ich habe lange, also genau zu sein, glaube ich über ein Jahrzehnt in der Versicherungsbranche gearbeitet. Ich habe dort in verschiedenen Rollen auch gearbeitet. Und gerade als Underwriterin war ich immer wieder mit dem Thema oder bin ich mit dem Thema Pferdebewertung in Berührung gekommen. Es gab immer wieder Anlässe, sei es von der Antragsannahme, der Preisierung bis hin zu Schäden auch natürlich. bei denen Pferdewerte einfach auch ermittelt werden mussten und ganz wichtig für die Entscheidungsprozesse waren. Und ich habe lange überlegt, wie man innerhalb dieser Branche oder auch generell Lösungen schaffen kann, die skalierbar sind, die effizient sind, transparent sind, genau wie das einfach auch schon in anderen Branchen bereits etabliert ist. Wir haben gerade in der Kfz-Branche, in der Immobilienbranche gibt es bereits, ja eigentlich auch schon lange, verschiedene Lösungen, dort datenbetriebene Bewertungen durchzuführen. Und genau nach so einer Lösung habe ich gesucht, sie nicht gefunden und mich dann eben vor anderthalb Jahren auf den Weg gemacht, oder ich glaube inzwischen ist es noch länger, hier ja selber auch aktiv zu werden und eine Lösung zu schaffen, gemeinsam mit einem ganz tollen Team.

Hendrik: Okay super, also das war eine sehr tolle Zusammenfassung. glaube, also ich habe jetzt ein Bild von dem, was du da eigentlich machst. Gleichzeitig ergeben sich für mich direkt ein paar Folgefragen. Du hast ja gesagt, das ist aus der Versicherung heraus entstanden und da ist es für mich ein absoluter No-Bringer. Klar, eine Versicherung, wenn sie irgendein Wert versichern muss, braucht sie einen akkuraten Wert, der als Ich weiß jetzt das Fachjargon fehlt mir, aber der als Wert wirklich versichert werden muss. Wenn ich mir Equipreis Pro aber anschaue, ist es ja nicht nur noch auf Versicherungen bezogen. Wie kam es denn eigentlich dazu, dass das jetzt das Equipreis Pro nicht ein exklusives Versicherungstool ist, sondern auch für sämtliche andere Use Cases immer wenn ein Pferd verkauft oder vielleicht auch mehr als dieser eine Use Case passiert, dass da Equipreis Pro herangezogen werden kann.

Alina: Ja, ganz genau. Also tatsächlich habe ich es ursprünglich für Versicherer aufgrund meiner früheren Tätigkeit entwickelt. Aber während dieser Entwicklungsreise, so will ich es mal nennen, haben sich ganz viele andere Use Cases tatsächlich auch ergeben. Also ursprünglich habe ich gedacht, das wäre ein schönes B2B-Produkt. Aber inzwischen haben sich auch im Bereich B2B weitere Use Cases ergeben, aber natürlich auch im B2C-Bereich. Und inzwischen rein sich Anfragen wirklich aus den Bereichen auch. von privaten Pferdehaltern, privaten Käufern, Verkäufern, aber auch Rechtsanwälte, Steuerberater, Sachverständige. Also wir haben aus den verschiedensten Bereichen inzwischen Interessenten, Anfragen und auch Kunden, die ihre Anwendungsfälle tatsächlich haben.

Hendrik: Das sind das waren jetzt die Sachen, die du genannt hast, waren ja trotzdem irgendwo immer mit einem professionellen Aspekt. Wie sieht es denn mit so einem? Ich sag mal einem normalen Pferdeverkauf. Es kann ja ein Pferdeverkauf von privat zu privat sein. Es kann auch ein Pferdeverkauf von privat oder von Händler an privat oder von Ausbildungsstall an privat sein. Du wirst vielleicht schon bei meiner Formulierung merken, ich will darauf hinaus. Das ist ja ein Use Case. Das weiß glaube ich jeder, der mit Pferden zu tun hat.

Alina: Mhm. Mhm.

Hendrik: Ich will es nicht mit einem Gebrauchtwagen Markt vergleichen, aber irgendwo ist ja auch dieser Pferdemarkt damit behaftet, dass man, eigentlich jeder mehr Geld gerne bekommen würde, als wenn man es mal ganz rational bewerten würde, ein Pferd eigentlich wert ist in Anführungszeichen. Und das ist ja ganz klar. Wenn ich als Noname ein spitzen Pferd, super gutes Pferd mit viel Potenzial verkaufe, steht da weniger dran als Wenn ein großer Ausbildungsturnierstall oder erfolgreicher Reiter dieses Pferd das gleiche Pferd verkaufen würde, dann kann da gut und gerne mal 50, 100 oder 200.000 Euro mehr dran stehen, nur weil es halt über einen anderen Namen verkauft wird. Und dann ist so mein Gedanke ist jetzt ist das in dem Interesse von einem ich sage jetzt mal Ausbildungsstall oder von einem Turnierreiter so eine rationale, ehrliche Bewertung, was das Pferd auf dem Papier wert ist, zu bekommen? Wie kann man das einschätzen?

Alina: Ja, das ist eine sehr gute Einschätzung von dir und eine sehr gute Frage auch. Ich denke, dass jeder wahrscheinlich am Ende für sich selber entscheiden muss, möchte er das Tool nutzen oder möchte er es nicht nutzen. Aber wir versuchen zumindest eine transparente und faire Entscheidungsgrundlage zu liefern für jeden, der es nutzen möchte. Jetzt ist es ja auch so, gerade im Profisport, die Züchter, Verkäufer, Ausbilder die eine sehr gute Vorstellung davon, was ihr Pferdwert ist. Die kennen das Pferd gut, die kennen den Markt sehr gut und die wissen, was sie tun. Wir haben aber auch ganz oft, ich sag mal, meiner Laufbahn habe ich ganz oft mit Kunden auch zu tun gehabt, also lange auch vor Equiprice, die tatsächlich nicht wussten, was ihr Pferdwert ist, also die wirklich ganz gezielt auch den Versicherer angerufen haben, das fährt gerne auch, jetzt komme ich zwar wieder darauf, aber ich glaube, es ist übertragbar, die ihr Pferd lebensversichern wollten, aber keine Idee davon hatten, was das Pferd wert ist, weil sie es schon lange hatten, weil sie es weiter ausgebildet haben, weil sie es vielleicht geerbt, beschenkt bekommen haben oder auch selbst gezogen haben und dann eben nicht diese Marktkenntnisse, sicherlich auch Ferdexperten sind, aber nicht diese Marktkenntnisse mitgebracht haben und dann einfach sehr, sehr froh darüber gewesen sind, wenn wir zumindest Hinweise, Ideen oder Denkanstöße, Impulse gegeben haben, was das Pferd wert sein könnte. Und genau das möchten wir auch mit unserem Report, mit unserer Marktwerteinschätzung auch liefern. Wir möchten Entscheidungshilfen geben. und das zu beitragen, dass gerade da, wenn Unsicherheiten da sind, eine Hilfe einfach auch zur Verfügung steht. im Idealfall nutzen es natürlich auch mehr Menschen, dass einfach ein einheitliches Verständnis auch dafür dann auch besteht. Aber am Ende des Tages entscheidet es halt jeder selbst.

Hendrik: Okay, also das ist sehr gut nachvollziehbar. Und es ist ja wie immer im Leben oder wie überall Angebot und Nachfrage, nur weil gerade bei Sammlersachen ist es ja auch so, weil irgendwas vielleicht auf dem Papier oder der materielle Wert vielleicht nur, keine Ahnung, 50 Euro ist, gibt es trotzdem Sammler, die sich dagegen hoch bieten und einfach ein paar tausend Euro dafür ausgeben. Und so kann es ja tatsächlich, das ist ja nicht ausgeschlossen, auch bei einem Pferd sehen. Es ist ja gerade so bei jungen Pferden.

Alina: Ja.

Hendrik: bei jungen Pferden, vielleicht sehr viel Potenzial haben, die, sagen wir mal, grundgesund sind, die aber noch keine Erfolge nachzuweisen haben. Da ist es natürlich auch schwierig, da auf Erfolgsbasis einen Wert nachzuweisen. Dann steht dann vielleicht, ich sage jetzt einfach mal eine Zahl bei eurem als Ergebnis 20.000 Euro oder, lass es 50.000 Euro sein. Und nachher sind aber trotzdem fünf Profi-Reiter, die sagen, das Pferd ist so genial, ich will es haben oder mein Sponsor will es haben und die sollen mal ...

Alina: Mhm.

Hendrik: zeigen, was sie dafür geben wollen. Also das schließt ja nicht aus, das ist ja kein, wenn das einmal bei euch auf dem Papier steht, dass es kein, dass es kein höherer erzielt werden kann. Und gleichzeitig sehe ich das auch für viele Privatleute vielleicht als als als Hilfsmittel, als Sicherheit. So nach dem Motto, wenn ich jetzt als nicht der erfahrenste Pferdemensch ein Pferd kaufen möchte und euer Tool dann nutze und dann aber von dem Händler gegenüber höre, ne ne ne, auf keinen Fall, so ein Tool will ich nicht nutzen, dann kann man ja vielleicht auch erahnen, dass da irgendwas bei rauskommt, was nicht ganz TACO ist und deswegen kann es ja auch ein Sicherheitsaspekt für viele Privatleute sein, das zu nutzen. Habt sowas mal beobachtet?

Alina: Ja, auf jeden Fall. Also erstmal hast du gerade direkt den schwierigsten Fall für unsere Technologie, so nenne ich es mal, angesprochen, nämlich den Fall, wo wir wirklich noch keine nachweisbaren Erfolge haben, aber tatsächlich ein ganz großes Potenzial. Also in der Pferdeszene sagt man dann ja, man kauft irgendwo die Hoffnung auch mit und die kostet natürlich auch entsprechend ein Stück weit. können wir diese Parameter auch berücksichtigen, da dann oft, wenn noch keine Erfolge vorhanden sind, natürlich auch Abstammungen reinfließen und je besser, attraktiver die Abstammung, das berücksichtigt natürlich auch unser Machine Learning-Verfahren in dem Fall. Aber ja, eine Hoffnung einzupreisen ist schwierig. Das ist auch ohne datengetriebenes Tool schon schwierig, glaube ich. Da tut sich jeder. Zichter, Händler mit schwer, gerade wenn es dann die Selbstgezogenen sind, dann sind die Pferde natürlich sowieso unermesslich viel wert. Keine Frage. Und ja, das ist in der Tat ein schwieriger Fall. Aber am Ende des Tages, ja, können natürlich, darf natürlich auch der Wert abweichen. Also sprich, es soll ja eine Entscheidungshilfe, ein Impuls sein, eine Marktwerteinschätzung. Wie das Pferd, wenn wir jetzt beim Handel bleiben, Ende des Tages verkauft wird, das ist dann sicherlich einfach vom Markt abhängig. Steht der Käufer, steht der Verkäufer gerade unter Druck? er Zeitnot? Hat er vielleicht sogar im schlimmsten Fall Geldnot? Dann ist er vielleicht auch so angetrieben, das Pferd deutlich günstiger zu verkaufen, obwohl er es vielleicht für einen ganz anderen Betrag irgendwann mal angeboten und inseriert hat, weil ihm die Zeit fehlt zu warten. Andersherum können sich vielleicht Interessenten, Investoren gegenseitig hoch bieten, hoch pushen und am Ende des Tages wird das Pferd sogar deutlich über dem Marktwert verkauft, weil sich ein paar darum gestritten haben sozusagen. Und da hat dann ja der ursprüngliche Preis, wenn wir jetzt mal beim klassischen Verfahren bleiben, ja dann auch nicht mehr gegriffen.

Alina: Und unsere datengetriebene Marktwerteinschätzung soll eben eine Entscheidungshilfe sein. Und letztendlich der Markt entscheidet dann natürlich darüber, zu welchem Wert das Pferd dann auch verkauft wird. Im Übrigen wird das Tool bereits auch schon von Sachverständigen mit angewendet. Und hier haben wir den gleichen Fall. Der Sachverständige zieht das Tool vielleicht als weiteres Werkzeug mit heran. Also er geht vielleicht nach dem Vergleichswertverfahren in seiner Bewertung des Pferdes vor, zieht dann noch dieses Tool heran, führt vielleicht auch je nach Pferd noch ein anderes Verfahren durch. Sind wir mal beim Deckhengs, vielleicht wendet er auch noch das Ertragswertverfahren zusätzlich an und lässt diese Tools nebeneinander laufen. Und am Ende des Tages entscheidet der Sachverständige sich für einen Wert, setzt eine Sachverständige Würdigung. oben drauf und kommt vielleicht auch noch mal zu einem anderen Ergebnis, weil er noch mehr Wissen hat, weil er noch mehr über das Pferd weiß, weil er es gesehen hat. Ja, wir können das Pferd ja nicht live sehen. Wir sind zwar schon so weit, dass wir Bilder mit bewerten können, aber wir sind natürlich nicht so weit, dass wir schon Videos einbeziehen können. Wir sind auch nicht selber beim Pferd vor Ort und das macht halt den Unterschied. Aber trotzdem ist es hier dann auch wieder ein Werkzeug gewesen und trägt dazu bei, hinter seiner eigenen Entscheidung auch zu treffen.

Hendrik: Das passt, ist eine, das gibt mir eine Steilvorlage für die Überleitung. Wegen, nee, einmal wegen Werkzeug. Das ist ja generell im Thema, wenn man über KI redet, warum das jetzt alles mit KI zu tun hat, darauf kommen wir gleich. Aber du hast es ganz richtig gesagt, es ist ein Werkzeug. Und genauso betrachte ich generell die Arbeit mit KI. Es ist für mich ein Werkzeug, um meine Arbeit einfacher, besser, effizienter zu machen oder, oder,

Alina: yeah!

Hendrik: Jetzt haben wir oft über den Wert gesprochen, auch über haben sehr fokussiert auf vielleicht hochpreisigere Pferde, auf Erfolge, auf Turnierpferde ein bisschen abgezielt. Jetzt mag sich für den ein oder anderen draußen vielleicht noch die Frage stellen. Diese diese ethische Moral, dieser ethische Clinch mit der Frage Kann ich mein Lebewesen, mein mein Tier, mein Pferd rational nach Parametern? durch einen Algorithmus bewerten lassen. Wie steht ihr dazu? Weil das ist für viele sicherlich ein Herzensthema, die sich damit schwer tun, ihr Herzenstier nach so einem Schema bewerten zu lassen.

Alina: Mhm.

Alina: Ja, sprichst du mich da als Pferdebesitzerin an, stimme ich dir komplett zu. auch meine Pferde haben für mich einen riesigen emotionalen Wert. Wir haben auch selbstgezogene Pferde und die sind unbezahlbar. Also da gibt es keinen Preis für, weil die mir natürlich auch so am Herzen liegen. Aber wir können natürlich leider Gottes nicht den emotionalen Wert bewerten, sondern wir können wirklich nur einen ganz objektiven, datenbasierten Marktwert bzw. Marktwertschätzung abgeben. Also einen Wert, in einem konkreten wirtschaftlichen Kontext dann auch benötigt wird. Wir haben es ja eben den Fall Verkauf, Kauf eines Pferdes gehabt. Aber dazu zählen natürlich auch Schäden, Versicherungen, rechtliche Auseinandersetzungen. In dieser Situation können wir alle irgendwo gelangen. Das kann passieren. Und in dem Fall brauchen wir einfach einen sachlichen Wert, einen objektiven Wert. Und die Emotionen bleiben natürlich, aber wir versuchen dann natürlich, ich wiederhole mich zwar, dann eine Hilfe und Unterstützung zu geben.

Hendrik: Okay, ich glaube also, das kam sehr gut rüber und vielleicht zusammengefasst gesagt, ihr wollt dem Pferd keinen emotionalen Wert abschreiben, indem ihr eine datenbasierte Zahl dran schreibt. Ihr erfüllt nur die Anforderungen oder mit dem Tool gibt ihr Institutionen wie zum Beispiel Versicherungen oder all den anderen Positionen, die du gerade eben genannt hast, die Möglichkeit, das Ganze rational und datengetrieben zu bewerten, weil eine Versicherung leider Gottes

Alina: Nein.

Hendrik: Die interessiert den der emotionale Wert, den ich als Pferdebesitzer für mein Tier habe, leider rechtlich wenig. Kann kann sie auch gar nicht. Und deswegen glaube ich, ist das ist das damit auch sehr, gut beschrieben und erklärt, dass das definitiv diesen ab diese Absicht hat, also den Institutionen, die Hilfsmittel, das Werkzeug dafür liefern zu können.

Alina: Ganz genau.

Hendrik: Okay, so und jetzt lass uns mal den Schwung zum KI-Tüpfelchen bringen. Ich glaube zu wissen, dass es ja nicht so einfach ist, solange im Motto, ihr habt da ein paar Mitarbeiter sitzen, die, wenn sie Informationen bekommen, dass die ihre LLM, ihr Chat-GPT öffnen und ein paar Daten eingeben und eine Antwort bekommen und das dann in einen Bericht zusammenfassen, den sie dann an die Versicherung weitergeben können.

Alina: Gerne!

Alina: Bye.

Hendrik: Erklär uns doch mal, wie ist so der Ablauf? Wie arbeitet ihr mit KI? Was sind so eure Mechanismen?

Alina: Also tatsächlich steckt da eine deutlich aufwendigere Technologie zumindest für uns. Also TechieBT möchte ich keine hochkomplexe Technik absprechen. Aber nein, es sitzt keiner bei uns und tippt das einfach nur bei Chatti ein, sondern wir haben unsere eigene Technologie entwickelt und dazu haben wir einfach erstmal ganz ganz lange Daten gesammelt und eine eigene Datenbank an Pferden aufgebaut. mit entsprechenden Informationen zu Abstammungen, Erfolgen, Angebotspreis, Verkaufspreis. Da haben wir eine sehr, sehr umfangreiche Datenbank aufgebaut. Nach Bereinigung dieser Daten sind wir aktuell, ich glaube, bei 62.000, 64.000 Pferden gerade. Es dürfen gerne noch mehr werden, also wir sammeln täglich weiter und haben da auch wirklich große Ziele. Genau, das war erstmal der Ursprung. Wir haben eine Datenbank aufgebaut und anschließend haben wir ein Machine Learning Modell trainiert, das eben eine Marktwerteinschätzung geben kann. ja, tatsächlich das Modell basiert eben auf diesen strukturierten Daten. Wie beispielsweise erst mal Stammdaten, wie Alter, Rasse, Geschlecht, Abstammung. Das Bild ist erstmal die Grundlage jeder Bewertung. Und als Add-on natürlich Leistungsdaten und aber auch die Möglichkeit noch in Form eines Freitextes Beschreibungen zum Pferd zu liefern. Besondere Erfolge, besondere Eigenschaften, die wir dann auch mit berücksichtigen können. Und eine entsprechende Bildbewertung, die noch sehr jung ist, noch sehr neu ist, aber eben auch schon gut funktioniert, sicherlich noch weiter ausbaubar ist, aber eben schon mit einbezogen werden kann. Ganz genau. Und dann gibt dieses Machine Learning Modell, gibt einen automatisch generierten Report raus und dieser Report beinhaltet dann eben

Alina: noch mal entsprechende Informationen dazu. Wie funktioniert unsere Technologie? Noch mal eine Erläuterung zum Pferd selber. welches Pferd handelt es sich? Eine entsprechende Einordnung in eine Peer Group. Wo ist das Pferd dort anzusiedeln? Wäre es vielleicht teurer, wenn es mehr Erfolge hätte, günstiger, wenn es kleiner ist? Also da werden verschiedene Features auch beschrieben und am Ende wird eben ein Wert ausgegeben. genau.

Hendrik: Okay, cool. das hatte ich gar nicht im Kopf. Also es gibt nicht nur einen reinen Bewertungsbogen, sondern auch für jeden Aspekt, der in diese Bewertung mit eingeflossen ist, eine Begründung, Erläuterung, warum das so und so auf die Bewertung eingezahlt hat, im wahrsten Sinne des Wortes, und was eventuell dort für Abweichungen sorgen könnte.

Alina: Ganz genau. Also jedes Feature, jede Komponente hat irgendwie einen anderen Impact. Ein Merkmal wirkt sich mehr aus, das andere weniger. Und das versuchen wir auch mit einigen Grafiken dann auch statistisch darzustellen und mehr Hintergründe aufzugeben. Dass nicht einfach nur eine Zahl geliefert wird, sondern dass ich mir auch einfach eine Vergleichsgruppe anschauen kann und sehen kann, wie sind wir eigentlich auf diesen Wert auch gekommen.

Hendrik: Und die diese letztendlich, ich nenne es jetzt mal der Algorithmus, dahinter liegt. Warum, welcher Parameter, wie stark auf die Bewertung eins hat. Das sind ja natürlich Daten oder Informationen, die ihr aus eurem aufwendigen Prozess den ganz vielen Trainingsdaten, die ihr habt zu den Pferden, das eigene Machine Learning, was ihr durchgeführt habt, halt ermittelt habt. Das sind jetzt keine x-beliebigen Daten, sondern wirklich Fakten.

Alina: Nein.

Hendrik: basierte Erfahrungswerte und über diese Menge, über die Dauer und ja, davon können wir ausgehen im KI-Teilalter, da wird jetzt sehr schnell sehr viel dazukommen. Das heißt, mit jedem Informationszipfel, der reinkommt, wird es natürlich besser, umfangreicher, akkurater und genauer. Richtig, richtig, richtig cool. Ist es denn möglich, mal so ein Beispiel nur anhand von so einem, vielleicht so einem ganz einfachen Rahmendaten mal durchzuspielen?

Alina: Ja, das merken wir auch.

Hendrik: wie das aussehen könnte, wer da so eine Bewertung vornehmen könnte und was dann am Ende dabei rauskommt.

Alina: Ja klar, gerne. Also erstmal kann der Pferdebesitzer oder Anwender, wie beispielsweise der Versicherer, kann sich selber bei uns in den Memberbereich einloggen. Wir stellen das Tool als Sachsmodell eben zur Verfügung und ich nenne jetzt mal den User, der dann eben seine Eingaben auch selber macht. Und du hattest mich ja vorgewarnt, also habe ich entsprechend ein Pferd schon mal oder einen Pfeil vorbereitet, aber ich versuche mal schnell durchzufliegen. Ich habe mir jetzt einfach mal einen sehr klassischen Pfeil ausgesucht, einen neunjährigen Wallach. Also ich fange natürlich an mit der Eingabe der Stammdaten wie Name, Lebensnummer, Geschlecht, ist das Pferd gekört oder nicht, Alter, Geburtstag, Farbe. Also es sind wirklich sehr viele Eigenschaften, die Liste ist echt lang. bis hin zu Typ, Rasse, Zuchtverband. Ich hab mich jetzt mal für einen Hannoveraner entschieden. Und ich hab jetzt die Abstammung Sir Heinrich mal Lauris Corsador gewählt. 175 groß, also er ist schon eine Durchschnittsgröße für ein Dressurpferd. Ist Turnier erfahren, ist bis L ausgebildet, L platziert. Serien-Sieger über A und L. Also wirklich, ich würde jetzt mal sagen, ein bisschen weg vom High-End-Sportpferd, aber schon ein ambitioniertes, gutes Sportpferd, was da unterwegs ist. ich... Ja. Ja. Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. So einer lässt sich sehr gut verkaufen. Den möchte doch jeder gerne haben. Ich habe ihm auch noch ein paar Abzeichen angedichtet. Also er ist ein ganz schicker Fuchs.

Hendrik: Und wenn es gesund ist, Pferd lässt sich auch sehr gut verkaufen.

Alina: und schmiede, verlade from in dem Fall jetzt gesund. Man könnte auch Gesundheitseinschränkungen und Befunde auswählen. Hier weise ich aber darauf hin, dass die noch nicht datengetrieben bewertet werden können, sondern hier nutzen wir einschlägige Fachliteratur, die auch Sachverständige nutzen und ziehen dann im Report später eine durch durchschnittliche Wertminderung auf Basis von Literaturangaben ab. Weil wir erstmal grundsätzlich bei der Wertermittlung davon ausgehen, dass es sich ein gesundes Pferd handelt. Und in dem Fall kommen wir hier tatsächlich auf einen Wert von 22.000 Euro. Was sicherlich damit zu tun hat, dass das Pferd schon 9 ist und einfach nicht weiter als L, also der Kategorie L ausgebildet ist. Dennoch, wenn wir uns jetzt mal weiterhin im Freizeitbereich bewegen. Ich es ist schon eine etwas höhere Preiskategorie, aber auch eben angemessen, weil dieses Pferd ja in meinen Vorstellungen, also es ist wirklich frei erfunden. Ich habe es liebevoll Testi genannt. Wir nennen unsere Testpferde alle liebevoll Testi. Aber der hat ja gut abgeliefert und ist brav in Serie mit seinem jungen Reiter durch A und L Prüfung gelaufen. Und ja, das ist das Ergebnis. Und tatsächlich könnte man jetzt anhand der Grafiken, wer vielleicht mal selber irgendwann das testet, dann auch sehen, wie sich die Gruppe verteilt. Wir haben jetzt hier zum Beispiel eine Gruppe von 574 Pferden herangezogen, was ja vielleicht auch eine interessante Information ist. Die sind in der Peer Group und die Vergleichsgruppe lag... Preislich zwischen 16,5 und 27,5 Tausend Euro. Genau.

Hendrik: Okay, super. Das scheint ja dann auch tatsächlich relativ schnell zu gehen. Also wenn ich die Daten eingebe, muss ich jetzt nicht wochenlang auf meinen Report warten, sondern der kommt wahrscheinlich sehr zeitnah, oder?

Alina: Genau, aktuell versprechen wir eben innerhalb von 48 Stunden zu liefern und langfristig wird es auch, ist mein Ziel, das noch schneller zu können. Genau.

Hendrik: musst mir kurz einmal helfen. habe lange kein Pferd mehr aktiv versichert. Wenn ich jetzt ich sage mal ich wäre derjenige der Test die kaufen möchte und ich zahle jetzt einfach ich zahle jetzt die 22.000 die der Besitzer über euch ermittelt hat und ich möchte den jetzt bei meiner Versicherung lebensversichern. Würde die Lebensversicherung von mir einen Nachweis verlangen, brauche ich irgendwas mein Pferd dort versichern zu können und

Alina: Hahaha.

Hendrik: Dann die wichtige Frage, würde dieser Report von euch dort schon Bestand haben oder würden die den heranziehen als Bewertungsgrundlage oder wie würde das ablaufen?

Alina: Also genau, wenn du ein Pferd lebensversichern möchtest, musst du erstmal den Wert des Pferdes nachweisen. Und das läuft bisher so, dass du in der Regel einen Kaufvertrag mit vorlegen musst, den Wert nachzuweisen. Oder aber, wenn es kein aktuelles Kaufszenario gegeben hat, dann zumindest eine entsprechende Begründung. Also in Form zum Beispiel von Erfolgsnachweisen. Genau, das ist Pflicht. Das wird auch sehr intensiv geprüft. Zumindest kenne ich das noch aus meiner Zeit, dass es sehr stark geprüft wird. ja, also der Report kann als Nachweis dienen und wir haben auch schon mit Versicherern jetzt zusammen gearbeitet, gerade in der Testphase. Aber ich hoffe natürlich, also ich kann es dir nicht beantworten, ob sie ihn akzeptieren, aber zum jetzigen Zeitpunkt, weil wir ganz neu am Markt sind. Aber ich hoffe das natürlich und gehe einfach mal davon aus, dass der Report als Nachweis dient auch.

Hendrik: Und das, ich bis jetzt so mitbekommen habe, ist das ja sehr sehr... Da bin ich zuversichtlich, dass das akzeptiert wird. Sonst würden die Versicherer da auch nicht so großes Interesse an deiner Lösung zeigen, weil ich kann mir vorstellen... Also ich kann mir vorstellen, dass dieser ganze Prozess ja oft, das weißt du besser als ich, weil auf Seiten der Versicherer ja auch sehr viel Kapazitäten, sehr viel Arbeit und Aufwand bedeutet, der ja so

Alina: Ich hoffe, dass ich es positiv deuten darf.

Hendrik: deutlich schlanker gehandhabt werden könnte.

Alina: Ja, auf jeden Fall. ist ja auch der Hintergrund, dass es einfach eine skalierbare Lösung ist und auf lange Sicht dann ja auch wirklich in kürzester Zeit auch geliefert wird.

Hendrik: Richtig, richtig cool. Bei mir im Kopf rattert es jetzt schon weiter. Gerade im KI-Zeitalter, ergeben sich dann auch mittelfristig oder kurzfristig so viele Synergiemöglichkeiten. Auch hier im Podcast hatte ich ja schon andere Leute oder andere Start-ups sitzen, die mit der digitalen Ferdeakte zusammenarbeiten. Wenn man so was ja dann nachher alles kombiniert, das sind ja nachher Werte und Daten, die ja einfach unbezahlbar sind.

Alina: Ja, richtig cool.

Hendrik: wenn man die in Synergie bringt.

Alina: Auf jeden Fall. Ja, ja. Und mit Sicherheit auch den Wandel im Pferdesport auch dann proaktiv begleiten.

Hendrik: Sehr sehr cool, vielen vielen Dank liebe Alina. Ich glaube jetzt hat jeder da draußen wirklich ein sehr sehr gutes Bild davon, was hinter dem Namen Equipreis Pro steht, was ihr macht. Sagt uns noch mal kurz, du hast eben schon eure Webseite, eure Plattform erwähnt, wie kann man euch erreichen, wie kann man euch das Tool nutzen, wie funktioniert das?

Alina: Genau, also wir sind seit kurzem tatsächlich auch live. Uns erreicht man eben über die Website, ja, EquipricePool.com und dort kann man dann einzelne Reports oder auch Abo-Modelle anfragen und über den Memberbereich dann anschließend auf die Eingabemasse zugreifen. Dort wird dann auch der Report hochgeladen. Also wir sind seit kurzem, wie gesagt, live, wir sind noch ganz, ganz neu am Markt. Das ist auch für uns noch eine super aufregende Phase jetzt und wir würden uns natürlich über Besucher sehr freuen.

Hendrik: Wunderbar, also ich verlinke das auf jeden Fall in den Show Notes und auch im Beitrag nachher dazu. Vielen Dank, liebe Aline, noch mal. Mir hat sehr, viel Spaß gemacht. Ich habe jetzt noch ein besseres Bild davon, was Equipreis Pro eigentlich macht und auch so die ganzen Zusammenhänge, warum und wieso und für wen das von Interesse ist und für wen das alles eine Chance und Möglichkeit sein kann, besser Sicherheit zu seinem Pferd und zum Wert zu bekommen. Das letzte Wort gilt trotzdem dir. Wenn du noch irgendwas mitgeben möchtest auf dem Ende oder einfach nur auf Wiedersehen sagen möchtest, das ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Alina: Ja, ich möchte mich erstmal ganz herzlich bedanken, dass ich heute dabei sein durfte. Das war für mich ein Novum tatsächlich und deswegen bitte ich Verzeihung über den ein oder anderen Stäuferer. Es hat mir aber sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich würde mich wirklich richtig doll freuen, wenn wir uns wiedersehen, wiederhören und vielleicht auch der ein oder andere jetzt mal Lust hat, vorbei zu schauen, sich zu informieren. Wir sind auch bei Instagram und ja. Genau, ich freue mich und ganz, ganz herzlichen Dank für die Einladung.

Hendrik: Mach's gut!

Alina: Danke dir.

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